Nicht eine Sprache hat den Menschen aus dem Tierreich heraustreten lassen, sondern eine mathematisierte Sprache.
 

Trialistische Kosmologie

Synkretistische kopernikanische (anthropodezentrische) Drei-Welten-Lehre

Für all diejenigen, für die die Ideen mit dem Spagettimonster oder der Realitätstheorie nicht vollständig befriedigend sind.

Satz vom ausgeschlossenen DrittenSatz vom ausgeschlossenen Widerspruch
Descarteswelt < Humewelt < Platonwelt  
 
Konventional-, Relativ-, Reduktionismus,
Funktionalismus, Physikalismus
< Skeptizismus,
Konstruktivismus
< Platon-, Pragmat-, Holismus,
Idealismus
- philosophische Anschauungen
 
relativ   unentscheidbar   absolut/ewig - Frage nach der Wahrheit
ungerichtet   gerichtet   virtuell - Frage nach der Zeit
unfrei   transaktionalistisch   frei - Frage nach dem Willen
virtuell   sterblich   unsterblich - Frage nach der Seele
Typ 2 / Frage der Existenz unstellbar   Typ 3 / notwendige Existenz bewiesen   Typ 1 / Frage der Existenz paradox - Frage nach Gott
 
Formalismus, Deduktivismus, Logizismus < Intuitionismus, Konstruktivismus < Platonismus - mathematische Anschauungen
Klassische Logik   Intuitionistische Logik, Modallogik   Parakonsistente Logik, Quantenlogik, Netzwerklogik
 
Allgemeine Relativitätstheorie < Thermodynamik < Quantenmechanik - Physik
 
Atome, Relationen, Mengen < Multimengen, Listen, Bäume, Graphen < Objekte, Klassen - Datenstrukturen
 
unilaterale Zeichen (Syntax) < bilaterale Zeichen (+Semantik) < trilaterale Zeichen (+Pragmatik) - Semiotik
 

Als gute Metapher für die Drei-Welten-Lehre funktioniert die Riemannsche Zahlenkugel. Dabei gelten folgende Entsprechungen:

Platonwelt = P(∞)
Descarteswelt = P(0)
Humewelt = alle P(x) für x ∈ ℂ \ {0}

Dabei werden die Punkte x ∈ ℂ der komplexen Zahlenebene auf die Schnittpunkte P(x) der Geraden durch P(∞) mit der Zahlenkugel auf eben diese abgebildet.



Dieser Metapher folgend könnte man sagen, dass die Descarteswelt P(0) als eine Art Ursprung mit der Platonwelt P(∞) als Archimedischem Punkt zusammen die Humewelt aufspannt. Die Humewelt ist also die Welt in der wir leben, aber sie würde nicht existieren ohne die beiden anderen. Verglichen mit anderen Drei-Welten-Lehren könnte man zwar die Platonwelt mit der Welt des Logos in Beziehung setzen, eine Trennung zwischen physischen und mentalen Welten ist aus neutral monistischer Sicht jedoch nicht zielführend. In gewisser Weise ist diese Drei-Welten-Lehre wohl ein Abschied von der Hoffnung ein intellektuell redlich vertretbares Weltbild mit einer kompakten und konsistenten Basis finden zu können. Daraus würde insbesondere folgen, dass es nicht möglich ist eine Theorie der Quantengravitation zu formulieren, die in sich konsistent wäre, und somit auch keine Weltformel. Insofern ist sie ebenfalls eine Synthese aus externalistischen und internalistischen Theorien bzw. aus Spinoza und Gödel und als solche gewissermaßen ein metareligiöses System.

Mathematisch betrachtet ist eine Riemannsche Zahlenkugel ein topologischer Raum und als solcher eine Kompaktifizierung der komplexen Zahlenebene. Durch die Hinzunahme des idealen Punktes P(∞) wird aus der unendlichen ebenen Fläche eine endliche Sphäre. P(∞) repräsentiert in gewisser Weise die Unendlichkeit der komplexen Zahlenebene, und macht diese durch die Kompaktifizierung etwas beherrschbarer bzw. anschaulicher.

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