Während die Etymologie sich mit der Herkunft und Bedeutung von Wörtern also ihrer Geschichte einschließlich der Geschichte ihres Bedeutungswandels befasst, untersuchen Onomasiologie und Semasiologie die sprachinternen Beziehungen zwischen Wörtern und Bedeutungen. Die Onomasiologie untersucht die Bezeichnung und den Bezeichnungswandel von Gegenständen durch Wörter abhängig von den unterschiedlichsten Kontexten. Dem gegenüber betrachtet die Semasiologie wie Wörter abhängig von den unterschiedlichsten Kontexten verschiedene Bedeutungen haben können. So wie die Onomasiologie sich mit Wortbildungen und Wortschöpfungen befasst, untersucht die Semasiologie die Möglichkeit der Schaffung neuer Bedeutungen durch neue Zuordnungen von Wörtern und Kontexten. Der Semasiologie wohnt somit etwas magisches inne. Worte werden zu einer Art Beschwörungsformel, die Welt dazu zu bringen sich zu offenbaren.

Die hier dargestellten Relationen findet man unter anderem wieder in einer Vielzahl von Management- und Coaching-Schematas. Diese haben jedoch zusätzlich alle mindestens folgende drei Eigenschaften:

  1. Hochdimensionale Beziehungsrelationen werden auf maximal zweidimensionale Schematas projiziert bzw. in maximal zweidimensionale Unterräume gefaltet.
  2. Bestehende Herrschaftsverhältnisse werden verschleiert oder zumindest nicht infragegestellt.
  3. Durch übersimplifizierende Hierarchisierungen werden bestehende hierarchische Herrschaftsstrukturen implizit legitimiert.

Beispiele: Erweitertes OSI-Modell, Maslowsche BedürfnishierarchieKohlbergs Theorie der MoralentwicklungIch-Entwicklung nach Loevinger, ERG-Theorie, Theorie U
In der Konsequenz belügt man sich zum Zwecke der Komplexitätsreduktion gegenseitig.

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